Träume

27.03.2018

Wir gehen eine Häuserreihe entlang. Sie kommt mir bekannt vor aber so wirklich kann ich sie nicht einordnen.

Mein Handy klingelt viel verstehe ich nicht aber ich muss zu dir, dir  geht es schlecht.

Als ich bei dir ankomme, liegst du am Boden. Atmest nur noch schwach. Krampfst. Ich nehme deine Hand. Sehe dich an. Du warst immer diejenige die wusste was zu tun war, wenn es mir schlecht ging.

Ich glaube, du siehst die Hilflosigkeit in meinem Blick.
Auf einmal verliert sich der Druck deiner Hand in meiner und sie wird schlaff. Du atmest nicht mehr.

Herzstillstand.

Die Rettung sagt mir, was du wahrscheinlich hast, und ich laufe los mit meinen Freunden, um es dir zu holen.

Möchte dich nicht verlieren.

Habe Angst.

Kämpfe um dich.

Du darfst nicht sterben.

Szenenwechsel.

Mein Handy klingelt. Du bist es. Du brüllst mich an, etwas passt dir schon wieder nicht.

Es ist alles wie immer.
Aber du lebst.

Ich wache auf. Verwirrt.

Das Wasser unter der Dusche bringt auch meine Tränen zum Laufen.

Verarbeitung.

Trauer.

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ist zustand

14.03.2018

Augen aufschlagen.

Gefühllos im Bett liegen.

Apathisch an die Decke starrend.

Leere.

Eine halbe Stunde zu spät aufstehen.

Für schnelle Handgriffe Ewigkeiten brauchen.

Lächeln.

Die Fassade aufrecht erhalten.

Aber du lachst doch, dir kann es nicht schlecht gehen.

Geh doch einfach unter Menschen.

Interaktionen treiben meine Batterien in den Minusbereich.

Kommentare. Sie zeigen Unverständnis.

Dieser Druck.

Denn …

Du bist nicht gut genug.

Niemals.

Doch für ein wunderschönes Gesicht gehen sie über meine Leiche.

mein Leben

06.03.2018

Eine Person kommt auf mich zu – kann man dazu Person sagen?

Durchlöchert, unförmig, schwarz.

Keine Augen, keine Nase … tatsächlich kein Gesicht.

Sie bittet mich um Hilfe. Wortlos.

Stumm.

Stehen wir vor einer ausgebombten Stadt.

 

„Am Ende des Tages bleibt nur die Dunkelheit, alles andere geht“

05.03.2018

„Ich spüre ganz viel Trauer…“

„Naja – ich kenne es nicht anders. Für mich ist das was Sie als Trauer wahrnehmen keine sondern mein normales Leben.“ Also nein – ich schätze ich bin nicht traurig.

Aber wer weiß das schon? Das Wort Trauer hat sich vor langer Zeit verselbstständigt und andere Formen angenommen.

Am Ende bleibt eben nur die Dunkelheit.

unausgesprochene Veränderung

12.02.2018

es ist hart, sich das einzugestehen, aber du fehlst mir obwohl du nie meins warst

hättest du mich gesehen, wenn du die Frage gestellt hättest, vielleicht hättest du es gemerkt, die Veränderung die durch mich ging – die Enttäuschung die sich breit gemacht hatte

sich öffnen und dann nicht angenommen werden ist schmerzhaft

wird es immer sein

aber vielleicht ist das besser so

bevor zu viel geopfert wurde

 

Li̱e̱·be – die intensiven Gefühle zu jmdm., die auch eine sexuelle Anziehung beinhalten [wörterbuch]

Ich kann dich nicht anschauen zu hart ist die Frage die ich dir gleich stellen werde.

Liebst du mich?

Als nicht dein ja kommt geht etwas zu Bruch in mir. Was sich mit Tränenbächen in meinem Gesicht bemerkbar macht. Aber noch viel mehr mit dem unaufhörlichem Schmerz in meiner Brust. Alles brennt.

Was du angerichtet hast solltest du erst einige Jahre später herausfinden.

Nur so viel: Liebe ist für mich ein utopisches Konstrukt. Sex nichts besonderes mehr und die Worte ich liebe dich bedeuten mir weniger als ein Wie geht es dir.

Ob das je anders sein wird?